1911

Simon Klostermann 1890 - 1968

"Nach den Lehrjahren von 1904 - 1907 ging dereinst der Schilder- und Schriftenmaler Simon Klostermann aus Gelsenkirchen-Buer auf die Wanderschaft, um so in mannigfachen Werkstätten vorerst einige Praxisjahre in seinem Handwerk zu gewinnen, bis er sich in seiner Heimatstadt selbstständig machte. Seine ersten "Requisiten" waren, wie dies am Anfang seit eh und je so gewesen ist, seine Schreib- und Malpinsel, dazu einige Zeichenutensilien, etwas Farbe, Blech und Glas, aber auch die ihm mitgegebenbe Begabung, sein Eifer und Fleiß, der das Werkstück im Auge hatte und oft genug den Feierabend übersah. So erwuchs ein tüchtiger Schilder- und Schriftenmalermeister, der gute Werkstücke wirksam, verläßlich und geschmackvoll herzustellen und zu liefern wußte. Die ersten Reklamelaternen damals und beleuchteten Transparente waren sicherlich auch schon dabei und wie erzählt wird, waren es solche, für die man noch eine Petroleumlampe oder das Gasglühlicht als Lichtquelle benutzte. [...]"

Quelle: "EIne stolze Bilanz", 50 Jahre Schilderfabrik Klostermann+Söhne, Walter Hachenburg, 1961

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1920/30

Zeichen der Stadt

Giebelwerbung in den 1930er Jahren 

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1940/50

Zurück zu den Rittern

Mit der Entwicklung der Wirtschaft wächst auch schnell die Schilderfabrik Klostermann. Nach dem Krieg entsteht aus dem reinen Handwerksbetrieb ein modernes Unternehmen mit zeitgemäßen Fabrikationsmethoden. Da, wo Gründer Simon Klostermann noch Glasschilder mit echter Vergoldung von Hand malte, Holz- und Metallbuchstaben fertigte, verwendete man Jahre später modernen Kunststoff und Neon. Immer wieder ist die Firma Klostermann dabei Vorreiter, wenn es um den Einsatz neuer Technologien und Fertigungsmethoden geht.

Der Maler oder Schildermaler ist einer der ältesten Berufssparten der Menschheit. Immer schon wollten die Völker der Erde ihre Umgebung verschönern - von der urtümlichen Höhlenmalerei über beeindruckende Fresken bis hin zu den modernsten Oberflächengestaltungen setzt diese Berufsgruppe stets Schwerpunkte für eine harmonisch-ästhetische Umwelt.

In der Vergangenheit waren Handwerk und Handel stolz auf ihre Leistungen und zeigten dies mit Schildern, Wappen und Zunftzeichen. Die Schilderhersteller gestalteten diese erste "Reklame" vortrefflich und zeitgemäß.

Sie genossen im Mittelalter besonders großes Ansehen. Waren sie doch nicht nur zuständig für Beschriftungen und Gestaltung von Schilde(r)n.

Mancherorts oblag ihnen neben den Schmieden auch das Anfertigen von Rüstungsteilen, vielfach mit aufwändigen Lederverzierungen. Genauso fertigten sie lederne Buchdeckel, Schwertscheiden und sorgten für die heraldische Dekorierung des Rüstzeugs.

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1961

Günther Klostermann

Lichtreklame aus Gelsenkirchen weltweit erfahren

Klostermann + Söhne waren immer mit der Entwicklung neuer Verfahrenstechniken befasst. Spezielle Bauweisen von Leuchttransparenten mit dem neu entwickelten Acrylglas wurden patentiert. Ab diesem Zeitpunkt firmierte die Firma erfolgreich unter dem Namen "Klostermann + Söhne Reklaplast - Kunststoffverformungen".

Ebenso gravierend wie die Einführung des Kunststoffes war eine Umstellung in der Montagetechnik, die Günther Klostermann nach einer Studienreise in die USA einführte. Er entwickelte ein Verfahren, bei dem mit Hilfe von Aluminiumelementen die Transparentgehäude ohne Einsatz von Schweißgeräten und unter Zugrundelegung des Baukastenprinzips von ihm selbst gefertigt werden konnten.

Günther Klostermann lernte den Beruf des Schildermalers von der Pike auf bei seinem Vater Simon, der den Betrieb 1911 als Handwerksbetrieb an der Schalker Straße gründete. Nach 1945, zurück aus der Evakuierung, baute Günther Klostermann den Betrieb in bescheidenen Verhältnissen wieder auf. Schnell entwicklete sich das Unternehmen zu einem gesunden und mittelständischem Industriebetrieb mit über 90 Beschäftigten auf und aus. Die Produkte dieser Zeit bestehen vorwiegend aus Kunststoff. Die Firma ist unter anderem Vertragslieferant der Bundespost.

Günther Klostermann erweiterte den Betrieb stetig und entwickelte ihn in organisatorischer und technischer Hinsicht zu einer modernen Schilderfabrik.

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1960/70

Lichtreklame aus Sutum in Deutschland sehr gefragt

Lichtreklame aus Sutum
in Deutschland sehr gefragt
Zum Jubiläum bei Klostermann: Neues modernes Haus"
Auszug aus der WAZ, 14. März 1961

Eine stolze Bilanz
50 Jahre Schilderfabrik Klostermann & Söhne
“Vom Schreibpinsel und Malstock bis zur Plexiglas-Verformung und Neonleuchtröhre”
Aufzeichnung der Rede des Herrn Hachenburg am Tag der Eröffnung

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1970/80

Olympiareife Leistung

Starke Expansion der Schilderfabrik Klostermann + Söhne

Berger Feld. Die Schilderfabrik Klostermann + Söhne (Kunststoffverformung für Werbung und Technik) gehört zu den Gelsenkirchener Unternehmen, die sich in den letzten 10 Jahren besonders stark entwickelt haben. Erst 1961 wurde auf einem 3000 Quadratmeter großen Grundstück an der Schäferstraße ein neuer Betrieb eröffnet, der nach knapp 8 Jahren schon zu klein war. Nach entsprechenden Gesprächen mit der Stadt konnte Günther Klostermann schließlich ein 4000 Quadratmeter großes Grundstück im Industriegebiet nördlich der Emscherstraße erwerben, wo an der Daimlerstr. 9 in anderthalb Jahren ein modernes Werk mit Verwaltungstrakt in dreigeschossiger Bauweise entstand. Architekt K.H. Lange entwarf den 4-Millionen-Bau, der im März 1972 in Betrieb genommen wurde. Oberbürgermeister Löbbert erklärte, dass die Firma Klostermann + Söhne ein gutes Beispiel mit der Schaffung krisenfester Arbeitsplätze gebe. Die Zahl der Mitarbeiter ist innerhalb von 2 Jahren von 82 auf 130 gestiegen (weitere 20 Arbeitsplätze kommen zu einem späteren Zeitpunkt dazu).

Der Grundstein für eine dreigeschossige Fabrikationshalle mit Sozialtrakt, Verwaltungsgebäude und kleinen Nebenbauten der Firma Klostermann wurde an der Daimlerstraße in Sutum gelegt: der Sohn des Unternehmers, Ludger Klostermann, steckt Zeitungen in die von Architekt Karl-Heinz Lange gehaltene Urkundentrommel, links neben Ludger der Firmenchef Günther Klostermann, rechts der Vetreter der Mitarbeiter, Alfred Klemm. Das Bauvorhaben wurde mit Betonfertigteilen im Frühjahr 1970 begonnen und soll Anfang 1971 fertiggestellt sein. Der Komplex umfasst 33.650 Kubikmeter auf einer Fläche von 4.037 Quadratmetern. - Auszug aus der Buerschen Zeitung, 11.10.1970

Der Personalstand wurde seit Anfang 1970 von 95 auf 130 Mitarbeiter erweitert.

1968 wurden die ersten Verbindungen mit der DB aufgenommen, mit dem Ziel einen Rahmenvertrag abzuschließen, der die Belieferung der einzelnen Direktionen ermöglicht. Da diese Voraussetzungen in der Schäferstraße nicht gegeben waren und die Vergabe der Aufträge für die Beschilderung des gesamten Streckennetzes anstanden, entschloß sich Firmeninhaber Günther Klostermann, das geplante Verwaltungs- und Fabrikationsgebäude zu errichten.

Nach Vorführung von Prototypen, Stoffmustern und Besprechungen mit dem Bundesbahn-Zentralamt in München wurde die erhebliche Entwicklungsarbeit 1969 mit einem Rahmenvertrag belohnt. Neue Leuchttransparenttypen, sowie patentierte Rahmen aus Aluminium wurden entwickelt, gefertigt, geliefert und ergänzten das Fertigungsprogramm. Dieses Programm kam dem Wunsch der Deutschen Bundesbahn nach einer einheitlichen Kennzeichnung und Hinweisbeschilderung entgegen.

Die Beschilderung des Gesamtstreckennetzes der S-Bahn und U-Bahn in München blieb nicht ohne positives Ergebnis. Es wurden zudem die Projekte der Städte Stuttgart, Nürnberg, Hannover und Bielefeld geplant und durchgeführt. Laufende Projekte befinden sich in den Städten Frankfurt und Hamburg.

Zu den weiteren Großkunden von Klostermann gehören EDEKA als größte Handelskette Europas, Versicherungen, Brauereien, Banken, Flughäfen etc. - "Waschzettel", gez. Kemper, 1972

Baubeginn Daimlerstraße 9: Ende 1969 | Einzug: Anfang 1972

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1990-2000

Im Zug der Zeit

In den 80iger Jahren begann die Firma Klostermann im Tankstellenbereich Fuß zu fassen und orientierte sich nach dem Mauerfall verstärkt in den neuen Bundesländern. Hier wurden u. a. An die 90 MINOL-Tankstellen umgerüstet. In den neuen Bundesländern findet die Übernahme der Erdölraffinerie ELF-AQUITAINE, heute fusioniert zu TOTAL statt. AGIP und TAMOIL-Tankstellen erweitern das Spektrum dieser Zeit. Auf Grund der dortigen Auftragslage entschied sich die Firma Klostermann zur Schaffung eines neuen Standortes in Berlin, von dem aus die Logistik bewerkstelligt wurde. 1994 wurde die Klostermann-Service GmbH gegründet. Tätigkeitsschwerpunkte dieses Firmenzweiges sind primär das Projektmanagement, Montage und Logistik mit Wartung und Instandhaltung. 1995 wurde eine Zweigstelle in Holland eröffnet. "Klostermann Nederland B.V.", die sich ebenfalls mit o. g. Schwerpunkten befasst.

Neben der individuellen Gestaltung und Herstellung von Produkten ist die Firma Klostermann hauptsächlich auf Großwerbeanlagen und Umrüstungsaktionen spezialisiert. Als konkretes Beispiel sei der Fernsehturm in Hannover genannt, eine drehbare Anlage mit drei Transparenten von je 9 Meter Durchmesser in 100 Metern Höhe. Dazu natürlich die Erstellung Fernkennzeichnungen, Umrüstung von Tankstellen, Ausstattung diverser Bahnhöfe, Banken, Lebensmittelmärkten, Flughäfen, Automobilherstellern, Versicherungen ...

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2000-2011

Hier und Heute

Seit 1990: Erstellung von Fernkennzeichnungen an Autohöfen und Gewerbegebieten
2000: Drehbare Großwerbeanlagen auf dem Funkturm Hannover ("VW-Tower")
2000-2005: Umrüstung von bundesweit 1500 Penny-Märkten
2001: Wegeleitsysteme und Informationsausstattung Flughafen Dortmund
2003-2006: verschiedene Projektmanagements für die bundesweite Einführung neuer Kraftstoffsorten und Umsetzung des entsprechenden Werbeauftritts an ca. 1800 Tankstellen
2004: Wegeleitsystem und Bahnsteigausstattung für den Hamburger Hauptbahnhof
2004 / 2005: Umrüstung von 600 DEA-Stationen auf das SHELL-Erscheinungsbild innerhalb von 3 Monaten in 2004, sowie einem Folgeprojekt von 300 DEA-Stationen in 2005
2005: Umrüstung der "Arena auf Schalke" in die "Veltins-Arena"; Ausstattung 730 Dresdner Bank-Filialen mit Werbeelementen für den Innenbereich
2006: Ausstattung der Hauptbahnhöfe der FIFA-WM-Städte Berlin, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg und München, sowie der Hauptbahnhöfe in Duisburg und Essen
Ausstattung von 180 Filialen der SEB-Bank im Innen- und Außenbereich
Umrüstung von ca. 1100 REWE-Märkten
2007: Umrüstung von 120 SERWAYS-Autobahnraststätten
2007-2008: Umrüstung von 1200 Versicherungsfilialen der Allianz
2008: Umrüstung von ca. 100 ARAL- und STAR-Tankstellen
2009: Ausstattung von 250 TOTAL-Tankstellen mit "Lotus-Wash"-Markenelementen
2010: Umrüstung von Dresdner Bank-Filialen in Commerzbank-Filialen und Ausstattung aller Commerzbank-Filialen mit dem neuen Werbeauftritt (insgesamt bisher rund 900 Filialen)

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